Halsningar
Willi Igel in Schweden
(Skandinavien Teil II)
Teil I siehe Dänemark
Teil III siehe Norwegen
Schon besser - die Schweden stellen zwar auch überall Radargeräte auf. Aber nicht zur Information der Raser, sondern, um schöne Fotos von ihnen zu machen. Zum Glück sind alle
Radaranlagen rechtzeitig vorher angekündigt. So hat man noch die Gelegenheit, sich die Haare zu richten und ein wenig Rouge aufzulegen. Ich hoffe auf erstklassige Aufnahmen!
Immerhin interessant: Während man sich in Deutschland darauf verlassen kann, überall dort, wo "Radarkontrollen" angekündigt sind, garantiert nicht kontrolliert zu werden, steht in Schweden
hinter jeder Ankündigung einer Kontrolle auch zuverlässig eine Radarfalle. Weil man in Schweden sicherstellen will, dass an der betreffenden Stelle, die Geschwindigkeitsbeschränkung auch
wirklich eingehalten wird, während in Deutschland lieber überraschend kontrolliert wird, da es in erster Linie nicht um die Vermeidung von Unfällen, sondern um die Erzielung von Einnahmen
geht.
Übrigens sind die Schweden auch sonst ein ausgesprochen nettes Völkchen. Nur leider, leider ein wenig naturtrüb. Der durchschnittliche Schwede scheint kaum intelligenter als ein Moderator des
ZDF-Morgenmagazins. Und ist damit fast schon eher der Tierwelt als den Humanoiden zuzuordnen. Deutlich wird das beispielsweise beim Radiohören. Die Sender wiederholen ununterbrochen
ihre Namen, vor jedem Song, nach jedem Song, manchmal auch mitten hinein. Offenbar kann sich der Schwede als solcher nicht länger als ein paar Sekunden lang merken, welche Station er
gerade hört. Beim Sender "Lugna Favorite" nehmen die Jingles inzwischen schon mehr Sendezeit in Anspruch als die übrige Musik. Erinnert irgendwie ein wenig an die chinesische
Wassertropfenfolter.
Übrigens könnten die Schwedinnen - ihrem Ruf in Resteuropa entsprechend - durchaus attraktive Mädels sein, wäre da nicht die Sache mit den Nasen. Die haben die Nasenlöcher nämlich nicht
unten, sondern vorne. So dass einem freie Sicht in die Nase, in schwereren Fällen auch schon einmal bis zu den Rachenmandeln gewährt wird.
Lohnend ist auf jeden Fall auch ein Besuch im Systembolaget. So heißen die einzigen Geschäfte, die in Schweden hochprozentigeren Alkohol verkaufen dürfen. Der Name
deutet schon an, was wir von vielen Besuchen marodierender Schwedenhorden im nördlichen Deutschland wissen: Wenn der Schwede sich betrinkt, dann mit System! So
ein Systembolaget ist von der Atmosphäre her durchaus mit einer Frankfurter Drückerstube oder einer Züricher Methadonabgabestelle zu vergleichen.
Die wenigen Menschen, die sich hineinwagen, wirken nervös, gehetzt und werfen hektische Blicke über die Schultern. Diese fallen dann zu Boden, müssen am Abend
zusammengekehrt und in spezielle Abfallcontainer für die Entsorgung hektischer Blicke gefüllt werden. Die Läden werden übrigens vom schwedischen Staat betrieben, der
also nicht nur an der hohen Branntweinsteuer verdient, sondern auch noch als Monopolist für den Alkoholverkauf. Es ist so ähnlich wie bei uns mit dem Rauchen - die
hohen Steuern werden mit dem Gesundheitsschutz gerechtfertigt, jedoch nie so in die Höhe getrieben, dass die Menschen sich das für die Steuerverwaltung so lukrative
gesundheitsschädliche Verhalten nicht mehr leisten können. Sogar schwedischen Wein von der Insel Gotland gibt es im Systembolaget zu kaufen. Eine Flasche einer
olfaktorisch an Nagellackentferner erinnernden und als "Rotwein" verkauften Substanz ist schon für an die 50 Euro zu haben. Dann kaufe ich meinen Wein doch lieber in
Norwegen!
Aber ich machte noch weitere interessante Entdeckungen: In Kanada habe ich vergebens danach gesucht, aber nun endlich in Schweden gefunden: Die Hauptzutat für
Älgköttbullar, Älgkalops,Chokladmoose und schwedische Tiernahrung. In Tanum fand ich die Original-Drehbücher zu Ingmar Bergmans Frühwerk "Schiff nach Indialand"
und den - besonders ibei Bahnhofkinobesuchern beliebten - allerersten Schweden Report.
Willis Ländereien in Schweden
Schloss Drottningholm
hier befindet sich das für Stücke zeitgenössischer Igel
berühmte, von unserer Firma gesponserte Slottsteater.
Schloss Gripsholm
beherbergt das renommierte "Wilhelm-Igel-Internat
für hochbegabte minderbemittelte Igel"
Schloss Kalmar
aus dem Gustav-Wasa-Brunnen entspringt hier die
Quelle unseres firmeneigenen durchblutungsfördernden
und staatlich anerkannten Heilwassers "Alter Schwede"
Königspalast in Stockholm
zzt. vermietet an Carl Gustaf Folke Hubertus
Bernadotte, Silvia Renate, Victoria Ingrid Alice Désirée,
Carl Philip Edmund Bertil und Madeleine Thérèse
Amelie Josephine von Schweden
Ich glaub es nicht - mich knutscht ein Elch!
Außnahmsweise Schlangen von Kunden:
es gab 20% auf alles außer Tiernahrung
Ist geritzt: er allererste Schwedenreport
Schwedische Radaranlage
blitzblank und in den Flaggenfarben gehalten
Ein Schiff wird kommen